Völkerverständigung

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Zum Abschluß in Afrika

Für einen standesgemäßen Abschluß muss noch ein Besuch auf einer der besten Lodges in ganz Namibia her.
Glücklicherweise kenne ich die Eigentümer und wir schauen gerade wie wir ein All-Inclusive Paket plus Transfer von und nach Windhoek noch dazwischen quätschen können.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Der Heimkehrer

Mitte Oktober schlage ich wieder in deutschen Gefilden auf.
Daher eine kleine Gebrauchsanweisung.
Back-to-germany

Für Familienangehörige und Freunde des heimkehrenden Namibiareisenden

Der aus Namibia zurückkehrende Urlauber bedarf vorsichtiger und psychologisch angepasster Rückgewöhnung an das normale Alltagsleben. Zur Vermeidung eines Zuvielisationsschocks raten wir zu folgenden vorbeugenden Maßnahmen, um den Heimkehrer die Wiedereingliederung schrittweise in seine vorherige Umgebung zu erleichtern.

Vor der Rückkehr und die ersten Tage

  • Entfernen Sie das gesamte Pflaster vor Ihrer Einfahrt und verteilen Sie stattdessen mehrere Tonnen groben Schotter möglichst ungleichmäßig  vor dem Eingangsbereich der Wohnung.
  • Damit  sich der Heimkehrer wohl fühlt, verteilen Sie eine ca. 4 cm starke Staubschicht überall in der Wohnung.
  • Empfangen Sie ihn am Flughafen in Safariklamotten und mit Sonnenhut. In kurzen Hosen nur bei Wiederholungstätern.
  • Wundern Sie sich nicht, wenn er die ersten Tage nur auf den unbefestigten Wegen geht, auch wenn dadurch Umwege entstehen.
  • Wenn er unter der Dusche steht, wechseln Sie die Temperatur ca. 5 mal pro Minute von „warm“ auf „kalt“. Bei gleich bleibender Temperatur können Schocks entstehen.  Wenn er sich eingeseift hat, drehen Sie den Wasserhaupthahn zu und reichen Sie ihm eine Flasche Wasser. Nach einigen Tagen können einfach die „Warm“ und „Kalt“ – Kappen vertauscht werden.
  • Wenn der Heimkehrer ein Bad nehmen möchte, laden Sie vorher noch ein paar Bekannte ein, die das Badezimmer benutzen. Es wird ihm die Eingewöhnung erleichtern, wenn alle ein wenig Dreck hinterlassen.
  • Nehmen Sie Verbindung zum örtlichen Saunaclub auf, er wird darin seine Mahlzeiten einnehmen wollen. Machen Sie gelegentlich einen Aufguss mit  einer Dieselölmischung.
  • Zeigen Sie ihm den kleinen Geheimschalter an der Wand. Damit kann er dann den Raum selbst in der Nacht taghell erleuchten. Schalten Sie tagsüber – ruhig auch nachts – in unregelmäßigen Abständen die Stromversorgung ab. Insbesondere vor dem Besuch im Bad oder wenn der Heimkehrer zu seinem Computer greift oder sein Handy aufladen möchte.
  • Halten Sie Zeitungen möglichst 5 Tage zurück und händigen sie dann alle auf einen Schlag aus.
  • Unterstützen Sie ihn, wenn er ein örtliches Vuvuzela – Blasorchester gründen will.
  • Waschen Sie seine dreckige Wäsche grundsätzlich im falschen Waschprogramm. Sorgen Sie dafür, dass die Wäsche möglichst grau und auf Kindergröße geschrumpft aus der Maschine kommt. Einzelne Wäschestücke, an denen de Heimkehrer hängt, (z.B. teure Jeans oder Lieblingspulli) gelegentlich spurlos verschwinden lassen.

Verhalten im Schlafzimmer

  • Legen Sie eine Dose „Peacefull sleep“ neben das Bett. Sorgen Sie dafür, dass es ausgeprägt quietscht und durchgelegen ist, damit der Heimkehrer immer wieder zur Mitte rollt. So erleichtern Sie ihm das Einschlafen.
  • Verwenden Sie keine Bettwäsche, die sich zuknöpfen lässt. Die verwendeten Wolldecken sollten mindestens den Kratzfaktor 5 aufweisen.
  • Gestatten Sie ihm zu Beginn das Schlafen im Schlafsack und entwöhnen Sie ihn langsam, somit vermeiden Sie psychosomatische Schäden.
  • Er kommt aus einem Land der Stille. Lärm darf also nur sehr nuanciert dargeboten werden. Erwerben Sie für Ihren Garten ein Stromaggregat. Lassen Sie es jeden Abend bis 22:00 Uhr laufen. Um einen ruhigen und tiefen Schlaf zu ermöglichen sollten Sie in unregelmäßigen Abständen eine Tierstimmen CD mit Hyänengeräuschen und Löwenbrüllen abspielen. Lärm wird dann erst schön, wenn von links ein Gecko bellt. So können Sie sicher sein, dass er bereits um 21:00 Uhr schläft.

Straßenverkehr

  • Wundern Sie sich nicht, wenn er beim Verlassen des Hauses Reisepass-, Motor- und Fahrgestellnummer in ein Ausgangsbuch schreibt. Loben Sie ihn, dass er seine Reisepassnummer auswendig kennt. Beachten Sie ihn nicht, wenn er das Auto erst einmal rundherum photographiert, bevor er einsteigt und den zweiten Ersatzreifen checkt.
  • Eines der größten Probleme wird das Beachten von Schildern und das grelle Licht von funktionierenden Ampeln sein. Machen Sie sich nichts draus, wenn er wildfremden Leuten zuwinkt. Weisen Sie kurz vor dem Kreisverkehr noch einmal darauf hin, dass man hier nach rechts in den Kreisel fährt. Auch muss dem Heimkehrer das rückwärts Einparken komplett neu beigebracht werden. Erklären Sie alles in Ruhe und ziehen Sie eventuell einen Fahrlehrer zu Hilfe.
  • Fahren Sie am Besten erst auf Feldwegen und auf Straßen, die in den letzten 30 Jahren nicht saniert wurden. Sie sollten mindestens alle 100m ein Schlagloch aufweisen.
  • Verbessern Sie ihn nicht, wenn er  in sein Navi „Nur Feldwege“ eingibt, er von Hamburg als Elbemund redet und die alte Transitstrecke nach Berlin nur noch „Caprivizipfel“ nennt.
  • Lassen Sie ihn am Parkplatz ruhig einen Passanten ansprechen, auf sein Auto zeigen und 20 Cent in die Hand drücken, damit darauf aufgepasst wird. Er fühlt sich dann wesentlich sicherer.
  • Halten Sie ihn nicht auf, wenn er beim Fahren in ein anderes Bundesland schnell noch Fleisch, Milch und Eier zwischen den Sitzen versteckt.
  • Unterstützen Sie ihn, wenn er einen Dickpens-Wanderweg entlang der Hauptverkehrsstraße bauen möchte.
  • Bringen Sie ihm schonend bei, dass er an der Tankstelle nicht im Auto sitzen bleiben sollte. Es kommt keiner, der ihm das Fahrzeug betankt. Lassen Sie ihn ruhig mit Bargeld bezahlen. Fragen Sie ihm häufig nach seinem Namen, auch wenn er antwortet: „Nein Danke, ich kauf keine Nuss“.
  • Gehen Sie ruhig die ersten Male durch die Pfützen, wenn er Sie darum bittet, die Tiefe des Wassers auszuloten.

Essen und Trinken

  • Stellen Sie bitte morgens eine gefüllte Kaffeekanne  – möglichst Muckefuck-Kaffee – zwischen 5 leere Kannen. Er könnte seelischen Schaden erleiden, wenn bereits die erste Kanne Kaffee enthält.
  • Verstecken Sie Döner-Fleisch hinterm Sofa. Wenn es nach einigen Tagen gefunden wird, denkt der Heimkehrer an selige Biltongzeiten zurück.
  • Verändern Sie in der Lebensmittelabteilung das Schild »Ausländische Spezialitäten« in  »Spezialitäten mit Import-Hintergrund«.
  • Kaufen Sie die ersten Tage nur Toastbrot ein.
  • Lassen Sie ihn ruhig auf Speisenkarten im Restaurant „Spaghetti Bolognese“ und „Spargel im Speckmantel“ bei den vegetarischen Gerichten suchen.
  • Kochtipp: Liegengebliebene Nudeln vom Vortage 2 Stunden in Seifenlauge einweichen lassen, bei 220 Grad auf dem Feuer erhitzen, wegschmeißen, fertig!
  • Bewachen Sie mit ihm das Abendessen auf dem Tisch „ gegen die Schabrackenschakale“

Öffentliches Leben

  • Sagen Sie ihm rechtzeitig, er braucht keine Süßigkeiten und Stifte mehr an Kinder verteilen.
  • Halten Sie ihn nicht auf, wenn er auf Schwarze Mitbürger zuläuft und Sie mit den Worten „My friend“ umarmt, sie zu Souvenirgeschäften führt, ihnen Kastanienmännchen, Aufkleber und Deutsche Schäferhund – Schnitzereien unter die Nase hält und sie zum Kauf von Trachtenkleidung zu überreden versucht, weil sie damit bessere Preise im örtlichen Wirtshaus bekommen. Er rächt sich nur.
  • Bereiten Sie ihn darauf vor, dass die  Supermarktkassiererin ihm nicht seine Einkäufe einpackt.
  • Lassen Sie ihn ruhig alles photographieren, auch wenn es über 500 Photos pro Tag sind. Er muss gaaaanz langsam von seinen 4.500 Photos die Woche herunterkommen. Am vierten Wochenende wird er nur noch 5 Speicherkarten voll mit Vogelbildern produzieren.
  • Lassen Sie ihn ruhig eine Sicherungskopie seiner Brille am Kopierer machen und sich neue Klick-Laute von seiner Computermaus beibringen.
  • Ignorieren Sie es, wenn er auf den Schnee klopft, um die „Little Five“ hervorzulocken.
  • Informieren Sie den Bürgermeister Ihres Ortes, wenn er eine Städtepartnerschaft mit Seeheim vorschlagen möchte oder nach Township Führungen im Nachbarort fragt. Suchen Sie gemeinsam mit ihm nach namibischen kolonialen Spuren in Europa.
  • Helfen Sie ihm dabei, eine Farmkarte von Schleswig-Holstein zu erstellen.
  • Spielen Sie ab und zu mit ihm den Namibia – Rohrschachtest.  Heben Sie die Arme und am Achselschweiß muss er dann Bilder und Formen  erkennen.

HaLong Bay und CatBa Island

Die Reise Agentur hat uns einen Abholtermin von 8:30 morgens am Hotel gesagt. Tatsächlich kamen die aber schon 8:05. Damit viel das eben bestellte Frühstück ins Wasser.
Der zu klein geratene Bus wurde nach dem Vorbild japanischer U-Bahnen beladen – hineinstopfen was geht, schnell die Tür zu und hoffen, dass die Karre nicht platzt.
Jeder konnte sitzen und sein gesamtes Gepäck auf dem Schoß. Je nach eigener Beladung 10-25kg und das für die nächsten 3 Stunden Fahrt von Hanoi nach HaLong, mit wunderbaren Schlaglöchern und dem üblich waghalsigem Ausweichen sowohl Überholen mitten durch den Gegenverkehr.

Eigentlich hatten wir ein 2-Sterne-Boot (internationale Sterne) gebucht. Das Boot brachte es gerade noch auf Backpacker-Niveau und wurde kurz nach dem Check-In an einigen Stellen notdürftig zusammengetackert. Mit Planken vom oberen seitlichem Dach. Die braucht man da eh nicht wirklich, aber um so erschreckender zu sehen, dass bereits beide Seitendächer fast vollständig anderweitig verbaut wurden. Auch sonst machte das Boot eher den Eindruck, als ob es demnächst ausgemustert wird.

Der Erste Tag war eine Rundfahrt durch die Karstfelsen Landschaft mit Höhlenbesichtigung und Kajak-Tour.
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Das Wetter war bestens, hat nur mal für 5 Minuten etwas getröpfelt.

Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück zu einer Treking-Tour im Nationalpark auf CatBa. Völlig durchgeschwitzt anschließend zum Mittagessen ins Hotel zurück und dann 2 Stunden auf den Bus warten, der uns dann zum Boot bringt.
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Zurück auf dem Boot konnte man bei bestem Wetter vom Boot in schöne warme Nass springen und erstmal einige Zeit schwimmen.

Während die Crew bereits im Speisesaal auf den Tischen schläft quatschen alle anderen noch auf dem SonnenMonddeck.

5:00 Uhr morgens: Sonnenaufgang über HaLongBayFoto 1

Nach dem Frühstück ging es langsam wieder nach HaLong-Stadt zurück.
Es begann zu regnen. Es regnete stärker. Es regnete häftiger.
Es begann zu blitzen und donnern. Es blitzte und donnerte stärker. Es blitzte und donnerte häftiger und traf letzlich unser Boot.
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Sämtliche Elektronik die am Boardnetz hing war hinüber. Motor und Steuerung liefen zum Glück noch mechanisch und alles lief weiter wie bisher. Nur ein Mast hat etwas abbekommen – der ist an der Spitze nun etwas ausgefranzt 😀

Nach dem Mittagessen in HaLong-Stadt ging es wieder in einem vollgestopften Bus Richtung Hanoi.

Um die halbe Welt

So. Nach einem 24h Ritt und keinen nennenswerten Zwischenfällen, habe ich es geschaft von Windhoek nach Saigon zu kommen.
Wie leider nicht anders zu erwarten dauerte der Check-In in Windhoek mit 45 min. bis am längsten, meiner gesamten Reisekarriere. In Johannesburg musste ich der Dame am Check-In-Schalter erstmal die Arten der unterschiedlichen Visa erklären, da sie in meinem Pass hin und her blätterte, tippe auf irgendeines und frage, ob sie dieses hier nehmen könnte 😀 Aber nach 10 Minuten war auch dies überstanden. In HongKong nur 1h Zeit zum Umsteigen. Trotz der gigantischen Größe und Wechsel des Terminals, lief alles bestens und ich hatte noch viel Zeit.

Erster Tag in Saigon war nichts bewegendes, außer das mein Stammrestaurant jetzt zu einem Schuhladen umgebaut wurde und es in Saigon jetzt noch mehr Kneipen gibt, die unter möglichst lauter Musik, westliche Studenten mit Bier abfüllt. Folglich war die Nacht nur mäßig erholsam.

Am nächsten morgen konnten wir dafür etwas länger schlafen, da unser Billigflug nach Hanoi mal eben um 4h nach hinten verschoben wurde. Kennt man ja auch von RyanAir 🙂 Naja, da blieb noch Zeit ein Hotel in Hanoi zu buchen. Die Taxifarht dauerte gute 45 Minuten bis in die Innenstadt.

Das Hanoi Eclipse Hotel ist das bisher beste Hotel, im Vergleich was man sonst so für sein Geld in vietnam geboten bekommt.
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Und für 13€ die Nacht kann man den üblichen Wasserfleck an der Decke ruhig übersehen.

Die etwas spätere Ankunft in Hanoi hatte den Vorteil, den HoanKiemSee endlich auch mal bei Nacht zu sehen.
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Prinzessin der Schildkröten-Pagode 🙂

Jetzt gehts ins Bett und morgen früh startet der 3-Tage-Trip in die HaLong Bucht.

Happy in Hanoi

Nur noch wenige Stunden und ich verbringe die nächsten 22h in drei verschiedenen Fliegern um an mein Ziel zu kommen.
Dieses Mal steht das Titellied der Reise schon etwas länger fest. 😀

Geplant auf dieser Reise sind Halong Bay, dann nach Laos – hier entscheidet das Wetter und die Fluten auf welchem Weg es nach Laos geht. In Laos gibt es die ältestete Tempelanlage Asiens zu sehen – soll ähnlich imposant sein, wie Angor Wat – ich werd es sehen 🙂 Die Tonkrug-Ebene steht auf dem Programm und die Hauptstadt Vientiane.
Den ursprünglich geplanten China-Teil mussten wir streichen, da man aus Afrika und Asien komment eine Banksicherheit von 1500 US$ pro Person bei der chinesischen Botschaft hinterlegen müsse. Außerdem liegt China und Vietnam gerade im Klinch wegen den Spradly-Islands und dann wird es erst recht schwieriger mit einem Visum.
Den südlichen Teil Laos mussten wir leider auch streichen. Da wären eh nur zwei Sachen die ich gern sehen wollte, aber auf Grund der Regenzeit sind die Tee- und Kaffeeplantagen in der Hochebene nur sehr schwierig passierbar und die wunderschönen Fasserfälle sind bei den Wassermassen auch nicht mehr schön. Und das zweite wäre die Inselwelt gewesen, die ebenfalls aufgrund des Wasserpegels gefährliche Strömungen entwickelt und man sich nicht mehr auf einem Traktorschlauch durch 4000 Inseln ziehen läßt.

Als Ersatz gibt es etwas mehr Zeit in anderen wunderschönen Landschaften in der nördlichen und mittleren Küstenregion Vietnams. Hier geht es nach NinhBinh, HoiAn und mal schauen was uns sonst noch so spontan einfällt. Immerhin haben wir diesmal volle vier Wochen Zeit 😀

In den ersten beiden Wochen werde ich nur alle 3-4 Tage schreiben können, da wir zu viel unterwegs sind und es auf Booten auch kein Internet gibt 😀 Hängt auch etwas davon ab, ob ein neuer Taifun anzieht oder nicht. Der stärkste seit 4 Jahren ist gerade durch und verwüßtet nun Japan.

Ihr könnt also wieder gespannt sein 🙂