Phönix aus der Asche

Eigentlich wollte ich ja viel mehr schreiben, aber ich kam nicht dazu. Bis jetzt.
Das lag zum Teil daran, dass ich auf Arbeit so viel zu tun hatte, dass ich meine Freizeit vollständig zum Entspannen aufbrauchte. Zum anderen lag es auch daran, dass ich mit Einrichten, Konto, Post und alles was man so für einen „Neuanfang“ in einem anderen Land so benötigt, voll beschäftigt war. Bis jetzt.
Denn … am Freitag vor einer Woche habe ich gekündigt.
Nicht, dass mir die Arbeit zu viel wäre. Aber es gab (und gibt sie immer noch) zwei Persönlichkeiten, jeweils in einer anderen Abteilung, die sich einen Spaß daraus machen, anderen das (Arbeits)Leben schwer zu machen. Nach einigen Anläufen halbwegs akzeptable Arbeitssituationen herzustellen, war immer nur kurzfristig (wenn überhaupt) eine kleine Verbesserung erkennbar. Details erspare ich euch.

Der Mensch hat nur drei Handlungsmöglichkeiten:
1. die Situation akzeptieren,
2. wenn akzeptieren nicht möglich ist, dann die Situation ändern,3. wenn ändern nicht möglich ist, dann die Situation verlassen.

Nach knapp drei Monaten konnte ich nichts wesentliches an der Situation mit den beiden ändern und wäre ich länger dort geblieben, wäre ich wahrscheinlich amok gelaufen.

Was nun ? Man fängt an zu rechnen. Wie lang reicht das Geld noch ? Was ist mit dem Work Permit (Arbeitserlaubnis) ? Wie lang ist das Visa jetzt gültig ? Und und und. Nun gut, in diesen Punkten bin ich stets gut informiert. Also erstmal keine Sorgen – zumindest weniger ums Geld. Dafür konnte ich nun endlich all diese Ausflüge machen, die ich schon längst machen wollte.

Und wie es das Glück will, bekam ich knapp eine Woche nach meiner Kündigung einen Anruf – Hilfe sei dringend notwendig.
Aber nicht von meinem vorherigem Arbeitgeber, sondern ein relativ junger Einschleifservice soll „gerettet“ werden.

Rudimentäre Ausstattung wäre arg übertrieben. Maschienen die man aus Altersgründen schon an Russland verschenkte, als ich noch nicht einmal geborden wurde. Wilkommen in Afrika. Nach 2×10 Stunden arbeit, war die Werksatt feritg, „gerettet“ und ich hatte einen neuen Job.

Witziger Weise soll ich jetzt in dieser Werkstatt das tun, warum mich i-Care zu sich geholt hatte 🙂
Und mir steht ein „Gehilfe“ zur Seite, den ich ausbilden darf. Denn er ist erst seit vier Wochen in der Werkstatt und wusste bis dato nichts über diese Arbeiten.

Nun habe ich ein sehr entspanntes Arbeitsklima und kann endlich wieder das tun, wozu ich berufen bin.

Das Beste kommt aber noch:
Jeden Morgen zum Sonnenaufgang scheint die Sonne bei mir direkt ins kleine Häuschen rein und taucht die Wände in einen sehr angenehmen Goldton. Das sind immer herrliche drei Minuten – kurz, aber schön. Den Sonnenuntergang kann ich von meinem Haus aus nicht sehen und hatte bisher auch nur selten die Gelegenheit mal wo hinzufahren, um dies zu sehen.
Durch die aktuelle Zeitumstellung sehe ich nun auch jeden Tag den Sonnenuntergang von der Terasse meiner neuen Werkstatt 😉

In diesem Sinne – Gute Nacht

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